Text und Bilder: Dirk Oelmann
Der Ignition Van muss ganz schön viel wegstecken können, denn alle paar Wochen passiert hier ganz schön viel verrückte Scheiße, wenn wir auf dem Weg zu den verschiedenen Rollerblade Events in Deutschland und Europa sind.
Bei unserer letzten Tour waren die folgenden KIDZ am Start: "Ignition Bad Ass" Gagi Wagenblast, die 'Berlin Natives' Dave Mutschall and Patrick Piesek, Doreen aus Gagi´s WG und 'me myself and I' Dirk Oelmann.
Auf dem Weg nach Stuttgart hatten wir jedoch ein ernsthaftes Problem, die Deutsche National Elf spielte im zweiten Vorrundenspiel der WM gegen Serbien. Gott sei Dank hatten wir Gagi an Bord, der Süddeutschland kennt wie seine eigene Westentasche, denn genau auf dem Weg zwischen Berlin und Stuttgart liegt Bindlach; ein kleiner, beschauliche Ort, in dem seit Jahren Rollerblade Geschichte geschrieben wird. Also schnell zwei Kästen Bier organisiert und ab zu Powerslide um das Spiel zu sehen.
Zum Glück hatten wir noch zwei freie Plätze im Auto über und konnten Mark Heuss (The World Organisation) und Chris Hack (USD AM Team) überreden uns auf unserem Trip zu begleiten. Nach ein paar weiteren unerträglichen Stunden im Auto (die zwei Kisten Bier waren fast leer) und einem netten Zwischenstop bei Gagi´s Mutter zum Pasta essen, kamen wir gegen 1.00 Uhr Nachts endlich in der Stuttgarter Vorstadt an. Dort erwartete uns eine Horde stark alkoholisierter Rollerblader und wie man es sich denken kann, viel die Begrüßung relativ Lautstark aus, so das wir dann auch nach kurzer Zeit des Platzes verwiesen worden sind.
NÄCHSTER TAG:
Spot 01: Nach einer Nacht fast ohne Schlaf fuhren wir um 12.00 Uhr Mittags zum ersten Street Spot. Das Wetter war etwas verregnet und der ein oder andere roch immer noch nach Zigaretten oder Alkohol oder nach beidem! Die meisten der Kids waren schon am skaten und so fing die Session langsam aber sicher an...
Spot 02: Einen heftigen Curbs Spot erwarteten die knapp 50 teilnehmenden Rollerblader am zweiten Spot. Durch den Regen, der glücklicherweise mittlerweile aufgehört hat, wurde dieser Spot jedoch zu einer sehr rutschigen Angelegenheit. Neben ein paar heftigen Slams war die Session hier wirklich großartig und übersäht von beeindruckenden Tricks. Ein Wunder das sich hier niemand ernsthaft verletzt hat und so ging es weiter zum dritten Spot.
Spot 03: Spot drei hätte eine wirklich tolle Session werden können, denn die Rails waren nahezu perfekt. Dummerweise kam sofort ein Security um uns vom Gelände zu vertreiben. Nach einigem Hin und Her durfte Gagi doch einen Trick machen...der Grund: Gagi hatte zwei Tage zuvor mit Camil aus München gewettet, das er first try, Fullcap BS Savannah stehen würde...die Spannung stieg und so ziemlich jeder war am Start um bei diesem Großereignis dabei zu sein! Zwei schlucke Bier, die richtige Musik im Ohr und fertig ist das Gagi Zaubergetränk um first try Tricks zu stehen ohne, überhaubt an diesem Spot eingefahren zu sein!!! Zur Freude aller durfte sich Camil darauf hin bis auf die Boxershort ausziehen und den Tag auch so verbringen. DANKE GAGI UND CAMIL FÜR DIE TOLLE SHOW EINLAGE!!!
Spot 04: Jetzt wirds richtig haarig, Spot Vier ist ein Handrail Spot mit mehreren Rails in recht kurzem Abstand hinter einander, die Session fing zunächst am unterem längsten Rail an mit den Hauptakteuren Gagi, Prell und Lee, die sich harte Rail to Rail Transfers gegeben haben. Anschliesend verteilte sich sich Session auf alle Rails und so kam es, das Dave Mutschall als erster alle Rails in einer Line durchgeskatet ist! PROPS MAN!
Spot 05: Super schicker Spot mit Kinkrails die man aus dem ein oder anderem Clip/Video schon kennt. Nachdem die vorherigen Sessions schon gespickt waren mit beeindruckenden Tricks waren meine Speicherkarte und mein Akku nicht mehr willens weiter zu arbeiten und so blieb mir nichts anderes übrig, als die unglaublich hohe Qualität der gezeigten Tricks, bei Cafe und Kuchen zu genießen! Der Prell schoss den Vogel (Wort wörtlich) ab, indem er mit Sicherheit den heftigsten scheiß an diesem Tag ablieferte...Disaster Shifty ins Kinkrail, mit einem ungefährem Luftweg von 5 Metern! Ein paar umstehende Leute und ich wagten es kaum zuzusehen, aber glücklicherweise ging alles gut aus.
ENDE GUT ALLES GUT!
Und hier noch ein paar Bilder um einen besseren Einblick in diesen Roadtrip zu bekommen!
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